Grundlagen

Aus Sitzenberger Königrufen
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Karten-Namen

  • 32 Farbkarten - je 8 pro Farbe
    • König 5 Punkte
    • Dame 4 Punkte
    • Cavall 3 Punkte
    • Bube 2 Punkte
    • Alle anderen sind Skartindeln und zählen je 1 Punkt

Schwarze Farben (Kreuz und Pik): 10 schlägt 9, …, schlägt 7

Rote Farben (Herz und Karo): 1 schlägt 2, …, schlägt 4




  • 22 Tarockkarten: alle Tarockkarten zählen 1 Punkt - Ausnahme: die Trullkarten zählen je 5 Punkte
    • I Pagat 5 Punkte
    • II Uhu 1 Punkt
    • III Kakadu 1 Punkt
    • IV Marabu 1 Punkt
    • XXI Mond 5 Punkte
    • Sküs 5 Punkte

Trull = Pagat + Mond + Sküs




Ablauf

  1. Jeder zieht eine Karte. Höchste ist Geber
  2. rechter Nachbar ist Vorhand mit Rechten und Pflichten
  3. das Gegenüber kann entweder
    1. abheben: es werden je Spieler 6 Karten gegen den Uhrzeigersinn, dann 2 x 3 Talon und nochmals je 6 Karten verteilt
    2. oder klopfen: es werden 4 Pakete mit 12 Karten gebildet - der Talon (2 x 3) kann entweder am Anfang oder am Schluss gebildet werden. Mit der Vorhand beginnend gegen den Uhrzeigersinn kann jeder Spieler ein Paket frei wählen.
  4. Vorhand entscheidet gemäß der Lizitation, welches Spiel gespielt wird


Lizitationsrunde

  1. Vorhand eröffnet diese mit den Worten "Ich rufe zu meinem Spiel"
  2. Jeder kündigt ein höherwertiges Spiel an oder sagt "gut"
    1. Sechser kann nur von Vorhand gerufen werden - und zwar nur am Anfang, es sei denn alle anderen sagen "gut"
    2. Jemand der "gut" sagt, kann nicht weiter lizitieren (darf jedoch in der Prämienrunde kontrieren)
    3. wer in der ersten Lizitationsrunde ein positives Spiel angesagt hat, kann in der Zweiten kein negatives Spiel mehr ansagen.
  3. Spielansager tauscht den Talon - "Ich liege mit …"

Prämienrunde

  • "gut" oder kontrieren oder "König ultimo"
  • Kontra zählt doppelt, Re vierfach und Sub achtfach - NACH dem Talon-Ablegen. Bei positiven Spielen gilt das Kontra auch für den Partner, bei negativen Spielen kontriert jeder für sich alleine!!!
  • eventuell Vogerl ansagen (Sitzenberger Konsens) "Ich liege mit dem Pagat, Uhu usw." - hier gilt mitgefangen = mitgehangen siehe Beispiel Marabu gegen Rufer

Spiel

  • Zuerst ausspielen, dann erst den Stich einsammeln!
  • Farbzwang gilt immer
  • Tarock sticht jede Farbe - außer bei Farbspielen
  • Hat man die ausgespielte Farbe nicht, muss mit Tarock gestochen werden. Hat man auch keine Tarock, darf man Farbe selbst wählen.
  • Bei allen Negativspielen darf der Pagat nur als letztes Tarock gespielt werden (Ausnahme: Kaiserstich)
  • Kaiserstich: wenn Mond und Sküs fallen, MUSS der Pagat stechen! Das gilt auch in Negativspielen und Farbspielen, wenn Tarock ausgespielt wird. Im Negativspiel auch, wenn der Pagat nicht sein letztes Tarock ist.
  • Zum gewinnen braucht der Spielaufnehmer 35 Punkte plus 2 Blatt
  • Jedes Spiel wird bis zum Ende gespielt. Glaubt ein Spieler fälschlicher Weise, er wüsste den Spielausgang, legt auf und liegt falsch, gewinnen die Gegner. Renonce!
  • Die Stiche werden getrennt vom Talon gesammelt
  • Partner legen ihre Stiche nicht zusammen
  • Der Talon wird immer aufgelegt. Im abgelegten Talon dürfen sich keine Honneurs (Trullstücke oder Könige) befinden. Wenn im abgelegten Talon Tarockkarten sind, müssen diese aufgedeckt und erst nach dem ersten Stich verdeckt werden. Im Farbspiel gilt dies für Farbkarten.

Farbspiele

  • Zunächst müssen Tarock in den Talon verlegt werden - keine Trullstücke! Erst dann dürfen Farben in den Talon gelegt werden und zwar offen.
  • Die Vorhand spielt aus. Erst Farben ausspielen, zuletzt die Tarock.
  • Wer die Farbe nicht hat, muss Tarock zugeben - ohne Stichwirkung.
  • Es besteht kein Stichzwang
  • Es gelten keine Prämien außer die Ansage Valat. Also keine Vogerl, keine Trull oder 4 Könige im Stich und kein Mondfangen

Negativspiele

Diese müssen sofort angesagt werden. Die Vorhand kann also nicht erst in der zweiten Lizitationsrunde einen Bettler oder ein anderes Negativspiel ansagen. Bei Negativspielen kontriert jeder für sich alleine. Also kein Mitgefangen. Im Negativspiel gibt es keine Prämien wie Mondfangen, Vogerl, König ultimo, usw. Bei allen Negativspielen darf der Pagat nur als letztes Tarock gespielt werden (Ausnahme: Kaiserstich) Kaiserstich gilt im Negativspiel: wenn Mond und Sküs fallen, MUSS der Pagat stechen, auch wenn der Pagat nicht das letztes Tarock ist.

Renoce

  • Bei Regelverstoß erhalten die anderen Spieler so viel, als hätten sie das Spiel PLUS Prämien gewonnen - auch der gerufene Partner!
  • Liegen die Karten noch offen am Tisch, so darf nur bei Verstößen korrigiert werden. Wird das angesagte Vogerl / König durch Versehen zu früh gespielt, muß jeder darauf hinweisen. Jeder Spieler darf in den zuvor gespielten Stich Einblick nehmen - nicht jedoch in seinen eingezogenen Stichen.
  • Wird Vergeben (also ein Fehler beim Ausgeben) als Fehler vor der Lizitation erkannt, so wird straffrei wiederholt. Stellt sich der Fehler erst später heraus, dann hat der Geber Renonce begangen